02.10.2025 – Aus der Bahn geworfen – Wenn alles anders kommt.

Unfall, Long Covid, oder gar der große Abschied – Was gibt Halt, wie geht es weiter?

Werbetext Social Media

Generationen Dialog am 02. Oktober 👵🏻👧🏻💬
Aus der Bahn geworfen: Wenn alles anders kommt.
Unfall, Long Covid, oder gar der große Abschied – Was gibt Halt, wie geht es weiter?
In entspannter Atmosphäre kommen wir zusammen, hören uns zu und teilen unsere Erfahrungen. Egal wie alt du bist, deine Perspektive ist wertvoll!

🗓️ Do. 06.11. 15:30-18:30
📍Thinkfarm Eingang Atelier, Eisenbahnstraße 92/93 mit Kaffee und Kuchen
🌳 Dialoge am Karl Marx Platz

   Es kommen unerwartet viele Menschen, teils unangemeldet, dafür kommen zwei angemeldete nicht. Die Größte Runde des ganzen Jahres, und das obwohl – gerade weil? - es bei diesem Thema ans Eingemachte geht. Auch die Jüngste Generation,  eineinhalb Jahre alt, ist zu Freude aller mit Bauklötzen am Rande der Runde und später in der Karre mit dabei.

Politische Einordnung

Herzlich willkommen zu unserem gemeinsamen Austausch! Wir alle kennen das Gefühl: Man schaltet die Nachrichten ein und hat das Gefühl, die Welt gerät völlig aus der Bahn. Eine Krise jagt die nächste, und oft fühlt man sich davon persönlich wie erschlagen oder regelrecht „ausgeknockt“.
Dabei merken wir immer öfter: Wir können diese Last nicht allein tragen. Um als Gesellschaft stabil zu bleiben, brauchen wir einander. Die Jüngeren bringen die Energie und neue Ideen mit, um Dinge zu verändern – wenn sie nicht gerade selbst in eine Krise geraten. Die Älteren haben die Erfahrung und die Ruhe, weil sie schon andere schwere Zeiten überstanden haben – wenn sie nicht selbst gerade in einer persönlichen Krise sind… Wenn wir uns gegenseitig zuhören und uns Halt geben, fühlen wir uns nicht mehr so machtlos. Genau dieser Zusammenhalt ist der Kleber für unsere Demokratie. Heute wollen wir darüber sprechen, was uns persönlich umwirft und wie wir uns gemeinsam wieder aufrichten können. Schön, dass Sie alle da sind, dass ihr da seid!

Auftakt

Zeichnend näherten die Teilnehmenden sich diesmal nach den Dialogen der eigenen Bahn an – unter kunsttherapeutischer Anleitung. Es waren vielfältige, sehr bestärkende und doch in der Einfachheit überraschende Zeichenprozesse, von denen anschließend reihum kurz erzählt wurde.

Die Dialoge

   Fragen:
  • Wo habe ich einmal besondere Unterstützung bei einem Schicksalsschlag erlebt? Was war wirklich
    hilfreich?
  • Was bewegt mich jetzt an dem Thema?
  • Wie möchte ich in Zukunft mit Krisen umgehen – und was könnte für mich ein erster Schritt dahin sein?

Eine Besonderheit dieses Dialogs war die Wiederbegenung einer zerstrittenen Freundschaft zwischen zwei Frauen mit etwas Altersunterschied. Beide waren unabhängig zum Dialog gekommen und hatten lange kein Wort gewechselt. Zweimal kam es dadurch zu einem Patt in der Partnerwahl – weil diese zwei nicht ins Gespräch gehen mochten und konnten. Beim ersten Mal sprang die Moderatorin ein. Der entstehende Dialog drehte sich um das „aus der Bahn geworfen sein“ durch sozialen Konflikt, wenn eine wichtige Freundschaft mit einem Mal Zuende ist. Bei der nächsten Partnerwahl war nach langem Zögern dann doch ein Dialog der Kontrahentinnen möglich, und sie gingen zusammen im Dialog ihre Runde durch den Park – das erste Gespräch seit 2 Jahren. Es ist schwer und belastend sich in Eberswalde aus dem Weg zu gehen. Das Format ermöglichte dieses erste konstruktive Gespräch in einem überschaubaren Rahmen von 15 Minuten, dann wieder auseinander gehen, und sich wieder ein bisschen verstehen können. Das wurde auch in der Abschlussrunde abstrakt geäußert.

Abschluss und Ausklang


• Mündlich: Resilienz = Krisenfestigkeit – Krisen als Teil des Lebens verstehen, sie kommen und gehen.
• Das Zweite mal hier, ich war ruhiger.
• Humor hilft, wieder auf die Beine zu kommen
• Absicht für Dialoge im Alltag, Poesie als Alltagshelfer in Krisen
• Dejavue aus dem eigenen Leben- Gute Gespräche mit Jüngeren, was im Alltag nicht passiert
• Halt: Ruhe des Alters
• Schön, berührt, fühle mich klarer. Bestärkung: Was ist mir wirklich wichtig? Worte auch in unwegsamem…
• Bedeutsame gute Gespräche. Es bleiben offene Fragen, richtiger Weg aber nicht die Bahn , Wichtig, durch Krisen neue Sichtweisen zu finden, sich selbst Halt geben
• Inspiriert, überrascht, dankbar, viel mehr mitgenommen als erwartet, es arbeitet in mir.
• Zeichnung von Krise (Sarah) war gut. Persönlich überwältigt, aber andere haben ähnliche Krisen. Selbstliebe und Selbstführsorge, Hilfe auch annehmen
• Schnell ins „berufliche“ Abgerutscht (als Psychologin, Anm der Moderation). Sich selbst kennenlernen geht nur in Begegnung mit Menschen. Als Spiegel von einem selbst. „Nichts tarnt sich so sehr als unüberwindbare Schwierigkeit wie eine neue Chance“
• Neue Gesichter, Begegnung auf der Straße ist jetzt anders – jetzt kenne ich hier Menschen! Merthode auch für Partnerschaft mitnehmen, Freundschaften haben mir viel Halt gegeben.
• Erst sehr skeptisch jetzt überzeugt von der Methode. Manchmal gut gezwungen zu werden. (Anmerkung: War von einem Bekannten mitgebracht worden.) Zuhören intereressant sich Fremden zu öffnen Zeit für zuhören ist gut, da kommt was in Bewegung. Gerade mit Fremden!

Podcast

Das Podcast-Gespräch war bewegt von der besonderen versöhnlichen Wieder-Begegnung, die heute möglich war. Bei den unüberschaubaren Konflikten unserer Zeit, die global in Kriegen mit zehntausenden Toten und hunderttausenden Flüchtenden Menschen ausgetragen werden, bei der stark polarisierenden Medienberichterstattung hat jede kleine Auflösung eines Konfliktes, jeder kleine Schritt Aufeinander zu etwas tröstliches und heilsames: Menschliches vor destruktiver Verurteilung andersdenkender.

Fazit

Mit „Aus der Bahn geworfen“ das bislang größte persönliche Krisenthema – mit großer Resonanz und großer Politischer Bedeutung für Resilienz und Zukunftskompetenzen.
Zum Ins-Gespräch-Kommen der Streit-Parteien: Bei den unüberschaubaren Konflikten unserer Zeit, die global in Kriegen mit zehntausenden Toten und hunderttausenden Flüchtenden Menschen ausgetragen werden, bei der stark polarisierenden Medienberichterstattung hat jede kleine Auflösung eines Konfliktes, jeder kleine Schritt Aufeinander zu etwas tröstliches und heilsames: Menschliches vor destruktiver Verurteilung andersdenkender. Dialog ist möglich – und wenn schon nicht auf großer politischer Bühne dann zumindest im ganz Kleinen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert