Die verlorene Begegnung und wie wir sie wiederfinden können.
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Generationen Dialog 12.06. 👵🏻👧🏻💬
Gemeinsam statt Einsam: Mit Fremden redet man doch nicht?!
Die verlorene Begegnung und wie wir sie wiederfinden können.
12.06. 15:30 bis 18:30
📍Thinkfarm Eberswalde, Eisenbahnstraße 92/93, Atelier – mit Kaffee und Kuchen
🌳 Dialoge am Karl Marx Platz
Freier Eintritt dank Förderung, bitte Anmelden per PM oder https://generationendialog.wikiciety.org/anmeldung-zum-generationendialog/
Auftakt
Der Raum füllte sich, und nach dem Welcoming und letzten Nachzüglern eröffnete die Moderation die Veranstaltung.
Politische Einordnung
Die Corona-Krise ist bald seit fünf Jahren vorbei – Aber Einsamkeits-Erfahrungen aus dieser Zeit, die insbesondere Alleinstehende und Jugendliche gemacht haben, wirken bis heute nach und führen manchmal auch zu politischer Isolierung. Als Gesellschaft und auch für unsere Demokratie ist es aber so wichtig, dass Menschen nicht ganz vereinsamen – und damit auch aus allen Beteiligungs-und Austauschmöglichkeiten herausfallen. Fast alle kennen das Gefühl, zeitweise einsam oder mit sich zu sein. Aber wann wird es herausfordernd?
Beispiele von Einsamkeit in verschiedensten Biografien halfen, Einsamkeit als Gesellschaftsphänomen zu verstehen.
Künstlerischer Impuls
Gemeinsames Zeichnen zu zweit war der erste, kreative Kontakt des Tages zum Thema „Einsam – Gemeinsam“. Erst für sich, ganz zurückhaltend, und dann mit Freude Gemeinsam wurden mit wenigen Strichen in 10 Minuten abstrakte Bilder gezeichnet, unter Anleitung von Ina Abuschenko.
Die Dialoge
Fragen
1. Was waren meine ersten Berührungen mit Einsamkeit im Leben? Wie konnte ich damit umgehen, oder was konnte ich daraus Lernen?
2. Wo erlebe ich Einsamkeit heute in meinem Alltag?
3. Was könnte ich ändern? Wo sehe ich Veränderungsmöglichkeiten in meinem Umfeld?
Abschlussrunde
- Natur als Anker in Sich Selbst
- Gesehn Sein – Nicht gesehen Sein ist das Wesentliche an schmerzhafter Einsamkeit
- Sorge vor der Einsamkeit im Alter: Früh üben, in Kontakt zu gehen
- Einsamkeit ist wirklich altersunabhängig
- Ich möchte mich mehr trauen auf Gespräche einzugehen!
- Die Frage der Umgebung: Gibt es Gemütliche Orte für Begegnung? Wo hat sich denn da schon etwas getan? Wo kann man sich einbringen?
Zum Format
- Jüngeren fällt es leichter, neuen Kontakt aufzubauen
- Könnte noch ewig weitersprechen!
- Es entsteht eine große Nähe durch diesen Austausch.
- Wunsch nach festem Raum für alle Generationen im Alltag, mit wechselnden Angeboten, ohne dass Verabredung nötig ist
- Zusammenwürfeln ist gut! (Die wechselnde Zufallsbegegnung)
Podcast
Die erste Podcast-Aufnahme im Anschluss an die Veranstaltung war für das Moderations-Team ein Novum: Die allererste Podcast -Aufnahme überhaupt. Dirk Heinrich vom lokalen Mediendienst „Die Verbreiter“ begleitete die Aufnahme mit professioneller Technik, Mikrofonen und nicht zuletzt souveräner Präsenz. Mit Script und vorbereiteten Fragen ging es in die Aufnahme – und dann war die Aufnahme auch schon vorbei. Tonschnitt und Veröffentlichung erfolgten später über die Webseiten des Generationendialogs direkt unter der Kachel der Veranstaltung und zudem auf der Webseite des lokalen Eberswalder Radiosenders, Regio 1: https://regio1.live/audio178/
Fazit
Das Thema hat Menschen angesprochen, und die darin liegende Verletzlichkeit hatte einen sicheren Rahmen. Der Dialog selbst war für manche der Teilnehmenden ein Schritt aus der Isolierung dahinein, sich wieder mehr in gesellschaftliche Teilhabe zu trauen.
Im Anschluss an den Dialog haben wir den ersten Podcast aufgenommen – Das war spannend und besonders.